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Fahrbericht
Eine Klasse für sich: Mercedes-Benz bringt mit der B-Klasse einen Compact Sports Tourer an den Markt

   
  • Trotz kompakter Außenmaße im Interieur das Raumangebot größerer Limousinen und Kombis
  • Compact Sports Tourers - ein neuartiges Autokonzept mit hohem Raumkomfort und innovativem Design für dynamischen Fahrspaß
  • Insgesamt werden bei der Baureihe A/B-Klasse ein Jahresabsatz von deutlich mehr als 200 000 Autos erwartet


Bild oben: Die neue Mercedes B-Klasse

Keine Nische ohne Mercedes

Die neue B-Klasse von Mercedes-Benz gehört zur Kategorie der von Mercedes so bezeichneten "Sports Tourer" und markiert den Anfang einer neuen Fahrzeugfamilie, die bei Wettbewerbern etwas schlichter, aber genauso treffend "Kompaktvan" bezeichnet werden. Während die technisch weitgehend auf der A-Klasse basierende B-Klasse für die Marke mit dem Stern eher ein Einstiegsmodell bedeutet, steht die ab Anfang 2006 erhältliche R-Klasse mit Luxus-Ambiente in der Nähe zur Oberklasse
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G
egenüber der erst vor wenigen Monaten vorgestellte neuen A-Klasse ist die B-Klasse eine Spur größer, eine Spur eleganter und ein gutes Stück dynamischer. Die Front wirkt bissiger, das Heck eine Spur breiter. Der Preisunterschied liegt bei rund 2.500 Euro. Design, Dynamik und Dimensionen - das sind die herausragenden Merkmale der neuen B-Klasse. Das von Mercedes-Benz entwickelte Sports-Tourer-Konzept geht nun in Serie. Ab Anfang Juli 2005 wird das neue Modell in Europa bei den Niederlassungen und Vertriebspartnern der Stuttgarter Automobilmarke erscheinen. Wir konnten uns jetzt in den bergigen Strassen an der Costa Dorada westlich von Barcelona von den Qualitäten der B-Klasse überzeugen.



Raumwunder nach schwäbischer Art oder einfach nur ein weiterer Minivan?

Die B-Klasse stelle zusammen mit der gerade in New York vorgestellten R-Klasse eine Klasse für sich, die Gattung der Sports Tourer, dar. Am Markt tritt er gegen viele junge Kollegen an. Von den Maßen her entspricht die B-Klasse (4,27 Meter lang, 1,78 Meter breit, 1,60 Meter hoch) am Ehesten dem Golf Plus (4,20 / 1,76 / 1,58).

Mit dem neuartigen Sports-Tourer-Konzept unterstreicht Mercedes-Benz seine Rolle als Trendsetter unter den Pkw-Marken und stellt die Weichen für ein junges Marktsegment mit interessanter Zukunft. So hat das Auto neben seiner dynamischen Eleganz auch eine Vielzahl an inneren Qualitäten zu bieten. Neben den vier vollwertigen Sitzplätzen mit dem fünftten "Schwiegermuttersitz" bietet der Mercedes Langstreckenqualität gleichermassen für die Familie wie auch den sportaktiven Single. Durch seine Umrüstbarkeit mit der voll umklappbaren Rückbank sowie der Option des ausbaubaren Vordersitzes besteht die Möglichkeit von Transportkapazität für beispielsweise allerlei Sportgerät.

Bilder oben: Hohe Variabilität des Innenraums


Design

Mercedes hat bereits seit einigen Jahren ein gutes Händchen in Designfragen - die Modelle der Stuttgarter gelten durch die Bank als formschön und wenig kritikwürdig. Auch die neue B-Klasse setzt ein Ausrufezeichen im Kompaktsegment. Flache Scheinwerferpartie, der markant-ansteigende Frontgrill (wie in der neuen S-Klasse) sowie extrem konturierte Schulterpartie machen die B-Klasse zu einem optisch sehr interessanten Auto. Mit der optischen Biederkeit ihrer Mitbewerber vom Schlage eines Opel Zafira oder VW Touran hat die B-Klasse nichts zu tun. Verglichen mit anderen Transportmeistern aus den Reihen der Vans und Kombis bietet die neue B-Klasse das gewisse Extra an unaufdringlicher Stilsicherheit.




Innenraum mit Platz und Sitzkonzept sowie aufpreispflichtiger Variabilität

Der Innenraum der neuen B-Klasse bietet keinen Anlass zur Kritik. Die Materialien sind passend gewählt und fügen sich gut zusammen. Das Armaturenbrett mit seinen hinterschäumten Materialien wirkt hochwertig. Das Cockpit der Mercedes B-Klasse ist klar strukturiert und gefällt. Die Instrumente sind dort, wo man sie erwartet und gut zu bedienen. Das einzige, was stört, ist der direkt über dem Blinkhebel liegende Tempomat. Diese Anordnung ist wenig durchdacht. Die Verarbeitungsqualität ist, wie man es von Mercedes gewohnt ist, sehr wertig. Besonders in der zweifarbigen Ausführung kommt die von der Marke Mercedes erwartete Eleganz voll zur Geltung. In Sachen Variabilität überzeugt das vielseitige Sitzkonzept: Die asymmetrisch geteilte Rückenlehne im Fond lässt sich einfach entriegeln und umklappen. Zudem kann die komplette Rückbank in vier auch für schwächere Oberarme gut hebbaren Teilen ausgebaut werden. Wer die B-Klasse als Transporter verwenden will, für den bietet Mercedes ein Easy-Vario-System an: Für 290 Euro Aufpreis lassen sich Fondsitze und der Beifahrersitz komplett ausbauen. Der Kofferraum bietet ein beachtliches Volumen von 544 bis 2245 Litern - genug für einen längeren Familienurlaub. An Gepäckvolumen bedeutet dies eine Spanne von 544 bis 2245 Litern. Die notwendigen Haken und Verschlüsse wirken solide und durchdacht angebracht. Die Compact Sport Tourer ist ein Minivan mit aufpreispflichtiger Variabilität. Das Sitzsystem ist von der A-Klasse her bekannt. Erst durch das Easy-Vario-System wird es so variabel, wie man es von anderen Minivans kennt. Denn zu dieser Gruppe gehört die B-Klasse. Apropos Sitze: Sie sind ausgesprochen bequem, wenngleich man sich gerade für größere Fahrer und Beifahrer eine längere Beinauflage wünschen würde. Der Seitenhalt ist zwar auch bei schnellen Kurvenfahrten akzeptabel, könnte aber ein wenig mehr Widerstand bieten. Die Höhenverstellung ist per Drehrad indes alles andere als komfortabel. Die Sitzlehne des Beifahrersitzes lässt sich serienmäßig umklappen, was den Transport langer Gepäckstücke ermöglicht.

Die Mitfahrer im Fond haben eine Beinfreiheit auf S-Klasse-Niveau - soviel hat Mercedes nicht zuviel versprochen. Und hierfür sagenhafte 84 Zentimeter Raum zwischen Vorder- und Hintermann spendiert. Für sperriges Gepäck lassen sich Rücksitze und Beifahrersitz komplett entfernen, was unterm Strich gigantische 2245 Liter Stauraum bedeutet.

Bei dachhoher Beladung kann man 1.645 Liter unterbringen. Damit sind die Kofferraumdaten besser als beim Golf Plus: Der schluckt nur bis zu 1.370 Liter. Praktisch bei der B-Klasse außerdem: Für den Einkauf beim Baumarkt lässt sich die Lehne des Beifahrersitzes serienmäßig umklappen. Danach kann man bis zu 2,95 Meter lange Gegenstände in das Auto schieben.



Sicherheit durch Sandwich-Konzept

Ein hohes Mass an passiver Sicherheit konnten die Entwickler von Mercedes durch das so genannte Sandwich-Konzept, das Motor und Getriebe teils platzsparend unter der Fahrgastzelle anordnet, herebiführen. Der Motor schiebt sich bei einem Aufprall nicht in den Fahrgastraum, sondern schräg nach unten und lenkt die Aufprallenergie dorthin, wo sie nicht so viel Schaden anrichten kann. Aber dieses System bietet nicht nur Vorteile in der Sicherheit, sondern auch in der Raumökonomie. Zudem bietet das Sandwich-Konzept beim Seitenaufprall deutliche Vorteile, weil die Insassen rund 200 Millimeter höher - und damit oberhalb der Aufprallzone - sitzen. So bietet die B-Klasse trotz kompakter Außenabmessungen eine hohe Insassensicherheit. Adaptive, zweistufige Front-Airbags, Gurtstraffer vorn und an den äußeren Fondsitzplätzen, adaptive Gurtkraftbegrenzer, aktive Kopfstützen, ISOFIX-Kindersitzbefestigungen und neu entwickelte Head/Thorax-Seitenairbags runden das serienmäßige Schutzsystem für die Insassen ab.

Die übliche Sicherheitsausstattung wird durch ein weiterentwickeltes ESP mit so genannter "Steer Control" ergänzt. Hierbei wird die Stabilitätskontrolle mit der elektromechanischen Servolenkung gekoppelt, dass in Gefahrensituationen ein ungeübtes Verreißen des Lenkrads verhindern soll.

Die Insassensicherheit wurde übrigesn beim NCAP-Crashtest gleich mit fünf Sternen bewertet.



Motoren

Die in Rastatt gefertigte B-Klasse erhält aufgrund des übernommenen Frontantriebs auch die Motorenpalette von der im gleichen Werk gebauten A-Klasse. Ein Spaßmobil ist der 200 Turbo, mit etwas weniger Spaß aber dafür geringerem Verbrauch punktet der 200 CDI. Wir hatten die Gelegenheit die beiden Topmotoriserungen zu fahren. Der Topdiesel 200 CDI holt 140 PS aus seinen zwei Litern Hubraum. Damit beschleunigt die B-Klasse in sportlichen 9,6 Sekunden auf Tempo 100. Vielleicht noch beeindruckender ist das Drehmoment von 300 Newtonmetern, das bereits bei 1.600 U/min ansteht und bis 3.000 Touren konstant bleibt. Damit lässt sich der Aufstieg aus dem Drehzahlkeller schwungvoll absolvieren - man nimmt sozusagen auf dem Weg nach oben immer zwei Treppenstufen auf einmal. Dabei ist der Diesel sogar noch umweltfreundlich: Er erfüllt die strenge Euro-4-Norm, und gegen einen Aufpreis von 545 Euro gibt es einen Partikelfilter. Ab Juli soll auch bei der B-Klasse der Rußfilter serienmäßig mitgeliefert werden und dann zur ersten Preiserhöhung in der Geschichte der jungen B-Klasse führen. Der Spritverbrauch des starken Diesels liegt laut Hersteller bei 5,4 Litern.


Bild oben: Vorne B- und hinten R-Klasse

Während Mercedes bei den Vierzylindern bislang auf Kompressortechnik setzte, bedient sich der 200er nun eines Turboladers. Der baut kompakter als der Kompressor und hat mit dem schmalen Motorraum keine Probleme. Der Zwei-Liter-Vierzylindermotor erreicht dank seines Turboladers bereits ab 1800 Umdrehungen pro Minuten ein maximales Drehmoment von 280 Nm, das er bis 4850 U/min hält. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 225 km/h angegeben. Der Verbrauch soll sich laut Werksangaben auf 8,2 Liter belaufen.

Die Leistungsdaten sprechen für sich: 142 kW / 193 PS und ein maximales Drehmoment von 280 Nm ab 1.800 U/min sorgen bei dem kleinen Sportstourer für ausreichend Dampf. Da hat der Frontantrieb schon einmal Probleme, die Kraft überhaupt auf den Boden zu bekommen. Keine Frage, daß die turbogeladene Topmotorisierung mit 1370 Kilo Leergewicht leichtes Spiel hat. Den Spurt 0 auf 100 km/h schafft der Mercedes mit dem Turbo-Aggregat in 7,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 225 km/h. Das ist fast GTI-Niveau.

Wer ganz auf Lifestyle setzt und auch ordentlich etwas unter der Haube haben möchte, entscheidet sich für das Topmodell, den B 200 Turbo.

Folgende B-Klasse Modelle wird es geben:

B 180 CDI mit 80 kW (109 PS) ab Werk inkl. MwSt.: 24.766 Euro
  B 200 CDI mit 103 kW (140 PS) ab Werk inkl. MwSt.: 27.956 Euro
B 150 mit 70 kW (95PS) ab Werk inkl. MwSt.: 21.808 Euro
  B170 mit 85 kW (116 PS) ab Werk inkl. MwSt.: 24.766 Euro
B 200 mit 100 kW (136 PS) ab Werk inkl. MwSt.: 24.766 Euro
  B 200 Turbo: mit 142 kW (193 PS) ab Werk inkl. MwSt.: 27.840 Euro



Fahreigenschaften und Fahrwerk

Auf der Höhe der Zeit zeigt sich das Fahrwerk der B-Klasse, dessen Stoßdämpfer ihre Charakteristik je nach Fahrstil automatisch ändern. Innovationen auf dem Gebiet der Fahrwerkstechnik haben maßgeblichen Anteil an einer gelungenen Kombination aus Agilität, Sicherheit und Komfort. Der lange Radstand in Kombination mit dem hervorragenden Fahrwerk - die Hinterachse wurde neu entwickelt - sorgen für eine ausgezeichnet Straßenlage. Mercedes versprach uns Spitzentechnik für agiles Handling sowie eine hohe Fahrsicherheit und hat nicht zuviel versprochen.

Als serienmäßige Besonderheit bietet das Fahrwerk des Compact Sports Tourers, wie eben schon angesprochen, ein neues selektives Dämpfungssystem, dass die Stoßdämpferkräfte der jeweiligen Fahrsituation anpasst. Bei normaler Fahrweise sorgt eine weiche Stoßdämpfer-Charakteristik für hohen Abrollkomfort, während bei dynamischer Kurvenfahrt die volle Dämpfkraft eingestellt und die B-Klasse bestmöglich stabilisiert wird. Und wenn man einmal zu schnell in die Kurven fährt, greift das ESP behutsam ein. Die elektromechanische Servolenkung passt sich den unterschiedlichen Geschwindigkeiten an und spricht auf die kleinste Lenkbewegungen sofort an. Auch beim Bremsen auf einseitig unterschiedlichen Fahrbahnoberflächen hilft die neue ESP-Zusatzfunktion bei den Lenkkorrekturen und vermittelt dem Autofahrer einen noch besseren Fahrbahnkontakt. Für sportliche Fahrer könnte das Fahrwerk eine Spur straffer sein. Abhilfe schafft das optionale Sportpaket (684 Euro) mit gestraffter Abstimmung und 17-Zoll-Felgen.

 

Getriebe

Die serienmäßige Sechsgangschaltung zeigt sich überraschend leichtgängig. Die einzelnen Stufen lassen sich gut einlegen.


Vollständige Integration des Apple iPod

Zur neuen B-Klasse bietet Mercedes nun auch den iPod von Apple an, der in der Ausführung als "iPod mini" mit seiner 4GB-Festplatte reichlich Musik an Bord nehmen kann. Die B-Klasse ermöglicht von ihrem Marktantritt im Juni die vollständige Integration des Apple iPod. Dafür wird im Handschuhfach ein Steckkontakt eingebaut, über die der iPod mit dem MP3-Player des Autoradioanalage verbunden wird. Das System ist dann über Tasten im Multifunktionslenkrad bedienbar. Zuzüglich der Einbaukosten beträgt der Preis dieses Zubehörs in Deutschland 183,- Euro.

  Der Apple iPod lässt sich einfach in die neue B-Klasse von Mercedes-Benz integrieren. Mit dem iPod Mini können 15 000 Musiktitel oder insgesamt 875 Stunden Unterhaltung ins Fahrzeug eingebracht werden. Nach der B-Klasse sollen auch die anderen Personenwagen von Mercedes-Benz mit diesem System ausgerüstet werden können.

Als Service für seine Kunden hat Mercedes-Benz eine spezielle Homepage eingerichtet. Unter www.mercedes-benz/mixedtape können dort alle acht Wochen jeweils 15 ausgesuchte Musikstücke kostenfrei herunter geladen werden. Bis heute wurden dort bereits 7,8 Millionen Downloads registriert.

 
Bilder oben: Lamellen-Sonnendach geöffnet und geschlossen


Panorama-Lamellenschiebedach

Ein neu entwickeltes Panorama-Lamellenschiebedach bietet den Passagieren der B-Klasse auf Wunsch Open-Air-Gefühl und trägt auch in geschlossenem Zustand zu dem hellen, freundlichen Innenraum-Ambiente des Compact Sport Tourers bei. Die Dachöffnung ist rund zwei Drittel größer als bei einem herkömmlichen Schiebedach. Als Alternative zum Schiebedach ist ein fest installiertes Panorama-Dach mit einer grau getönten, 0,6 Quadratmeter großen Glasscheibe als Wunschausstattung lieferbar


Ausstattung und Preise: Hightech von Bi-Xenon bis Thermotronic

Wer beim sportlichen 200er Extras wie Klimaautomatik, Sitzheizung, Navigation und Xenonlicht bestellt, klettert deutlich über die 30.000-Euro-Grenze. Immerhin sind Sicherheitsdetails wie Airbags und ESP serienmäßig. Der B 180 CDI beginnt bei 24 766 Euro, der B 200 CDI bei 27 956 Euro, der B 150 bei 21 808 Euro, B 170 bei 23 374, das Top-Modell B 200 Turbo 27 840 Euro. Andere Design-Merkmale, die das sportlich-elegante Erscheinungsbild oder die sportlichen Attribute der neuen B-Klasse verstärken, hat Mercedes-Benz in einem Chrom- und Sportpaket zusammengefasst. Beide stehen auf Wunsch zur Auswahl.

Kopfairbags entlang der Seitenscheiben (261 Euro) und Seitenairbags hinten (388 Euro) kosten extra. Überhaupt muss für alle möglichen Dinge extra gezahlt werden. Aufpreispflichtig sind Ablageboxen unter den Vordersitzen (je 46 Euro), Gepäcknetze an den Vordersitzlehnen (58 Euro), ein automatisch abblendender Innenspiegel (237 Euro), ein auch in Längsrichtung verstellbares Lenkrad (156 Euro) oder eine Steckdose im Laderaum (23 Euro), um die Kleinigkeiten zu nennen. Bi-Xenon-Kurvenlicht (1345 Euro), Metalliclack (493 Euro) oder ein Panoramaglasdach (638 Euro) müssen ohnehin extra bezahlt werden.

Aber es gibt auch eine reichhaltige Basisausstattung. Hier gehören ESP, ASR, elektrische Spiegel, Multifunktionslenkrad, Reifendruck-Sensor, doppelter Laderaumboden, elektrische Fensterheber sowie wärmedämmendes Glas ebenso zur Serienausstattungunter wie hochwertige Zierteile aus gebürstetem Aluminium an der Mittelkonsole, der Tunnelverkleidung und den Türverkleidungen. Komfortfeatures wie Klimaautomatik (574 Euro) oder Leder (ab 1166 Euro) kosten naturgemäß extra. Weniger selbstverständlich: Ein Teil der von uns gelobten Flexibilität des Fahrer-Arbeitsplatzes kostet extra – immerhin 157 Euro verlangt Merceds für das längsverstellbare Lenkrad. Vierspeichen-Lenkrad mit Multifunktionstasten, Armauflage zwischen den Vordersitzen.


Fazit

Bereits bei der Vorstellung des Golf Plus von Volkswagen hat man sich die Frage gestellt: Wieso soll ich jetzt noch den Golf V kaufen? So ist es auch bei der neuen B-Klasse von Mercedes. Wieso soll ich jetzt noch die A-Klasse kaufen? Die Gemeinsamkeiten von A- und B-Klasse sind offensichtlich. Der zweite Buchstabe im Mercedes-Alphabet ist eine Spur größer, eine Spur eleganter und ein gutes Stück dynamischer als die erst vor wenigen Monaten vorgestellte A-Klasse. Die Front wirkt bissiger, das Heck eine Spur breiter. Der Preisunterschied liegt bei rund 2.500 Euro. Für diesen überschaubaren Mehrpreis bekommt man in der B-Klasse einen deutlichen Mehrwert. Und das bedeutet vor allem mehr Platz und folglich mehr Komfort und insbesondere mehr Image. So werden sich künftig viele Mercedes-Kunden fragen, ob die neue B-Klasse im Gesamtpaket nicht die bessere Alternative in der Kompaktklasse ist. Neben dem gelungenen Design kann die Variabilität des Innenraum punkten. Die B-Klasse entspricht den Wünschen moderner Menschen nach einem Automobil mit großzügigem Platzangebot, vorbildlichem Komfort, guter Funktionalität, erfrischend neuem stilsicherem Design gepaart mit hohem Fahrspaß. Das gilt auch für die A-Klasse. Aber wenn es dann doch etwas mehr sein soll - kommt unweigerlich die B-Klasse ins Spiel.

Hauptmanko ist allerdings der üppige Preis. Schon an der Basis werden mindestens 21.808 Euro für einen B 150 fällig. Wer beim sportlichen 200er sinnvolle Extras wie Klimaautomatik, Sitzheizung, Navigation und Xenonlicht bestellt, klettert schnell deutlich über die 30.000-Euro-Grenze.

Einen Quervergleich zur Konkurrenz können wir uns an dieser Stelle ersparen, weil das Ergebnis stets das gleiche ist: Der Kauf eines Mercedes ist immer etwas kostspieliger. Wichtige Konkurrenten - wir unterstellen einfach, dass der Mercedes mit den Kompaktvans konkurriert - bleiben beim Grundpreis ihrer Einstiegsmotorisierung hart an der 20 000er-Grenze (Touran, Zafira). Ford (C-Max) und Renault (Scenic) sogar unter 18 000 Euro für jeweils rund 100 PS. Aber Mercedes-Fahren war halt schon immer etwas teurer...
 


Technische Daten Mercedes B-Klasse 200 Turbo
Motor Reihen-Ottomotor mit Turbolader
Hubraum 2.034ccm
Getriebe 6-Gang Schaltgetriebe
Antrieb Frontantrieb
Durchschnittsverbrauch 7.9 Liter
Leistung 142 kW (193 PS) bei 5.000U/min
max. Drehmoment 280Nm bei 1.800-4.850U/min
Tankinhalt 54 Liter
Länge/Breite/Höhe 4.270/1777/1604 mm
Radstand 2778 mm
Schadstoffklasse Euro 4
Kofferraum 544 Liter; 1320 Liter umgeklappt
Leergewicht/Zuladung 1370 kg / 510 kg
Serienbereifung 245/45 R 17 VA & HA
0-100 km/h 7,6 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 225 km/h
 



Weitere Informationen unter: www.mercedes.de


 



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