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Vorstellung

Hightech-Keramikremse aus Siliziumcarbid für die Audi-A8 Limousine

   
  • A8 mit Keramikbremse: Das Wunderding aus Siliziumcarbid
  • Pro Rad sinken die ungefederten Massen durch Einsatz von Keramik-Bremsscheiben um fünf Kilogramm
  • Bremse soll in Zukunft auch in anderen Audi-Fahrzeugklassen zum Einsatz kommen



Bild oben: Käufer des Audi A8 W12 können die neue Hightech-Keramikbremse ab Juli werksseitig bestellen


Neben Porsche bietet auch Mercedes schon länger eine optionale Keramikbremse für seine Sportwagen an. Nun zieht auch Audi nach. Ab Juli 2005 wird das Extra zunächst nur für die Zwölfzylinder-Version (A8 W12 und A8 L W12 quattro) angeboten.

Die neue Technik soll zwar vorerst dem A8 vorbehalten bleiben. Es sei aber laut Audi geplant diese neue Bremstechnologie zukünftig auch den anderen Fahrzeugklassen verfügbar zu machen. Neben dem A8 böten sich zum Beispiel auch Vollgasmodelle wie der kommende Audi RS4 an, der künftige Audi TT und natürlich der Sportwagen, der aus der Studie Le Mans Quattro entstehen soll.


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380 Millimeter große Keramikscheiben aus Siliziumcarbid

Die Bremsscheiben bestehen aus Kohlefaser-verstärkter Keramik, die als Grundwerkstoff aus sehr hartem Siliziumcarbid besteht, in das Kohlefasern eingebettet sind. Zur Serienfertigung dieser innenbelüfteten Hightech-Bremsscheiben hat Audi einen Kooperationsvertrag mit der Wiesbadener SGL Carbon AG unterzeichnet. In dem Abkommen ist auch festgehalten, dass aus der Zusammenarbeit möglicherweise ein Gemeinschaftsunternehmen entstehen könnte, das die Hightech-Bremsen in Großserie herstellt.

Keramikbremsen haben viele Vorteile, aber auch einen Nachteil: Sie sind sehr teuer. Deswegen gab es die High-Tech-Bremse bisher vornehmlich als Extra bei Porsche und bei sportlichen Exoten wie dem Mercedes SLR McLaren. Nun legt Audi nach – in einer Limousine.

Hohe Abriebfestigkeit für eine vierfach verlängerte Lebensdauer

Optimierungen liefert das High-Tech-Material auf vielfache Weise. Die Vorteile der neuen Bremsen liegen in der deutlich längeren Haltba
rkeit einerseits und in zusätzlichen Sicherheitsreserven andererseits. Die hohe Abriebfestigkeit der Keramikscheiben bedeutet im Alltagsbetrieb eine Laufleistung von bis zu 300.000 Kilometern - das vierfache der Lebensdauer einer Stahlscheibe. Über die Laufleistung beträgt der Verschleiß lediglich 0,5 Millimeter.

Besser und präziser sein soll auch das Gefühl, das der Fahrer beim Tritt aufs Bremspedal empfindet. insbesonder das unerwünschte Fading - dem deutlichen Nachlassen der Leistung nach mehrfachen Bremsungen, typisch etwa bei Passfahrten - sind Keramikbremsen konventionellen Anlagen weit überlegen. Dazu bietet die Technik ein klar definiertes Pedalgefühl unter allen Einsatzbedingungen und kennt ferner kein Bremsenrubbeln. Sichtbar ist die Unempfindlichkeit gegen Korrosion; Rostansatz an den Scheiben ist kein Thema. Dank eines um fünf Kilogramm oder 50 Prozent geringeren Gewichts pro Rad reduzieren sich auch die ungefederten Massen, was in der Folge zu höherem Fahrkomfort und besserer Fahrdynamik führt.

Sichtbar ist die Unempfindlichkeit gegen Korrosion. Rostansatz an den Scheiben ist bei Keramikbremsen kein Thema. Klare Signale setzt auch die sportliche Optik mit den charakteristisch angeordneten Perforationen und den roten Bremssätteln.

Reduktion der ungefederten Massen an den Rädern

Stärker ins Gewicht fallen die technischen Vorteile: So zunächst das mit rund fünf Kilogramm pro Rad - rund 50 Prozent - geringere Gewicht. Dies reduziert die ungefederten Massen an den Rädern deutlich und führt in der Folge zu einem noch höheren Maß an Fahrkomfort. Auch die Fahrdynamik profitiert vom niedrigeren Gewicht der Bremseneinheit.

Gefertigt werden die Bremsscheiben aus kohlefaserverstärkter Keramik, ein Werkstoff, der sich bereits unter anderem in der Luft- und Raumfahrt bewährt hat. Diese Materialkomposition - eine so genannte Verbundkeramik - enthält als Grundwerkstoff das sehr harte und abriebfeste Siliziumcarbid mit einer diamant-ähnlichen Kristallstruktur und darin eingebetteten, hochfesten Kohlefasern.

Kombiniert mit 19-Zoll-Rädern kommen beim A8 an der Vorderachse 380 Millimeter große Keramikscheiben zum Einsatz. Der hintere Scheibendurchmesser beträgt 356 Millimeter. An den vorderen Bremsen sorgen 6-Kolben-Monoblock-Aluminiumsättel von Brembo, hinten Faustsattelbremsen für festen Zugriff auf die Scheibe. Wie bei den übrigen A8-Modellen gehört auch hier die elektromechanische Betätigung der Parkbremse zum Serienumfang. Beim A8 werden die Keramikbremsscheiben an den Vorderrädern einen Durchmesser von 38 Zentimetern haben, an den Hinterrädern sitzen 35,6 Zentimeter große Scheiben. Die ersten Fahrzeuge, die mit der neuen Bremse bestellt werden, kommen voraussichtlich im Oktober auf die Straße.

Gefertigt werden die Bremsscheiben im Rahmen eines jetzt geschlossenen, langfristigen Vertrages von der SGL CARBON AG, in deren Werk in Meitingen bei Augsburg. SGL Carbon hatte die Technik in den 1990er Jahren entwickelt und mit Porsche im Jahr 2000 zur Serienreife gebracht. Ein zusätzlicher Bestandteil des Abkommens zwischen beiden Unternehmen ist eine mögliche aus dem Entwicklungsvertrag resultierende gemeinsame Investition in die Großserienfertigung. Laut Audi könne dies könnte auch im Rahmen eines Gemeinschaftsunternehmens erfolgen.


Genaue Aufpreise stehen bei Audi noch nicht fest. Günstig wird die Bremse sicherlich nicht werden. Porsche verlangt bspw. für die "Porsche Ceramic Composite Brake" als Extra knapp 8000 Euro zusätzlich.


Weitere Informationen unter: www.audi.de


 



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